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Jan Jansen

Zukunftskörper - Jans Hybrid Training & Longevity Blog

Gesund Altern: Die Frage, die mein Training komplett verändert hat

Was möchtest du mit 80 noch können? Ein persönlicher Artikel über gesund altern, Krafttraining, Beweglichkeit, Ausdauer und langfristige Fitness.

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Auf einen Blick zusammengefasst

Was möchtest du mit 80 noch können? Ein persönlicher Artikel über gesund altern, Krafttraining, Beweglichkeit, Ausdauer und langfristige Fitness.

Inhaltsverzeichnis

Gesund Altern ist für viele ein abstraktes Ziel. Klar wissen wir, dass Bewegung zählt. Aber ehrlich gesagt trainieren die meisten von uns doch für kurzfristige Dinge: mehr Muskeln, weniger Fett, eine bessere Figur. Bei mir war das nicht anders.

Ich wollte stärker werden, Muskeln aufbauen, athletischer aussehen und mich morgens im Spiegel wohlfühlen. Das ist auch heute noch so.

Aber vor ein paar Monaten bin ich über eine Frage gestolpert, die wirklich alles verändert hat: meine Sicht auf Training, auf Gesundheit und darauf, was Leistung langfristig bedeutet.

Die Frage nach meinen Centenarian Decathlon

Welche 10 Dinge möchtest du mit 80 noch können?

Warum gesund altern mein Training verändert hat

Die meisten Leute trainieren ja für ein Ziel in den nächsten Monaten. Für den Sommerurlaub, eine Hochzeit, ein Fotoshooting oder einfach, um im Spiegel besser auszusehen.

Daran ist auch nichts verkehrt. Kurzfristige Ziele können super motivieren und uns helfen, am Ball zu bleiben.

Aber irgendwann habe ich gemerkt, dass ich mein Training fast nur aus der Sicht meines heutigen Ichs geplant habe. Ich habe mir überlegt, wie ich in drei Monaten aussehen will. Im Winter zugenommen, im Sommer wieder abgenommen. Aber ich hab mir kaum Gedanken darüber gemacht, wie ich mich in 30 oder 50 Jahren bewegen möchte.

Genau diese eine Frage, “was möchtest du mit 80 noch können?”, hat mein Training und die Art und Weise, wie ich Trainingspläne gebaut habe, auf den Kopf gestellt.

Gesund Altern ist kein Zufall

Meine Großeltern zeigen mir immer wieder, wie gut Altern aussehen kann. Meine Oma ist jetzt über 80, mein Opa sogar über 90. Trotzdem fahren sie noch Fahrrad, gehen schwimmen und tragen ihre Einkäufe selbst nach Hause.

Sie reisen, bewegen sich völlig selbstständig und können sogar ihre Urenkel hochheben.

Jedes Mal, wenn ich sie sehe, ist es nicht ihr Alter, das mich beeindruckt. Es ist ihre Freiheit.

  • Die Freiheit, spontan einen Ausflug zu planen.
  • Die Freiheit, sich selbst versorgen zu können.
  • Die Freiheit, nicht wegen jeder Kleinigkeit auf Hilfe angewiesen zu sein.

Wenn ich an meine Großeltern denke, sage ich nicht: „Krass, wie alt die sind.“ Ich sage mir: „Krass, was die in diesem Alter noch alles können.“

Viele sehen körperliche Einschränkungen im Alter als unvermeidbar. Klar, jeder Körper altert. Aber wie wir altern, hängt zu einem großen Teil davon ab, welche Entscheidungen wir heute treffen.

Regelmäßige Bewegung, Kraft- und Ausdauertraining, dazu ein aktiver Lebensstil – das alles kann uns helfen, Mobilität, Selbstständigkeit und Lebensqualität über viele Jahrzehnte zu bewahren.

Gesund Altern heißt ja nicht, für immer jung zu bleiben. Es heißt, möglichst lange die Dinge tun zu können, die einem wichtig sind:

  • spazieren gehen
  • reisen
  • mit Kindern oder Enkeln spielen
  • Treppen steigen
  • den Alltag ohne fremde Hilfe meistern

Der Perspektivwechsel

Welche Fähigkeiten möchte ich in 50 Jahren noch haben?

Centenarian Decathlon: rückwärts fürs Alter trainieren

Der Longevity-Experte Peter Attia nennt das Ganze Centenarian Decathlon. Die Idee ist eigentlich verblüffend einfach:

Stell dir vor, du wirst 100 Jahre alt. Welche körperlichen Fähigkeiten möchtest du mit 80, 90 oder sogar 100 noch haben?

Mach dir eine persönliche Liste. Und dann trainiere heute dafür.

Nicht irgendwann.

Heute.

Attia schlägt vor, dabei rückwärts zu denken: Wenn du mit 80 noch problemlos wandern willst, was musst du dann mit 60 können? Und wenn du das mit 60 können möchtest, was solltest du dann mit 40 draufhaben? Was trainierst du heute dafür?

Diese Art zu denken hat mein Training wirklich nachhaltig umgekrempelt.

Handschriftliche Liste mit zehn Fähigkeiten, die ich mit 80 noch können möchte
Meine persönliche Decathlon-Liste: zehn Fähigkeiten, für die ich heute trainiere, damit ich sie mit 80 noch kann.

Weiterführender Link

Mehr zum Thema Longevity und gesundes Altern findest du auf der Website von Peter Attia.

Meine persönliche Liste für gesundes Altern

Wenn ich 80 bin, möchte ich noch:

  • ohne Hilfe vom Boden aufstehen können
  • meine Enkel oder Urenkel hochheben können
  • mehrere Stunden durch eine Stadt laufen können
  • problemlos Treppen steigen können
  • mein Gepäck selbst tragen können
  • Wanderungen machen
  • Fahrrad fahren
  • reisen können, ohne körperlich eingeschränkt zu sein
  • aktiv mit meiner Familie sein können
  • unabhängig bleiben

Wenn ich mir diese Liste anschaue, wird mir sofort klar: Mein Training darf sich nicht nur um Muskelaufbau drehen. Es muss auch sicherstellen, dass mein Körper langfristig funktioniert.

Kraft, Beweglichkeit und Ausdauer im Alter

Früher habe ich hauptsächlich in Muskelgruppen gedacht: Brust, Rücken, Schultern, Arme. Heute denke ich eher in Fähigkeiten.

Was braucht mein Körper eigentlich, damit ich auch in 50 Jahren noch fit bin und gut durch den Alltag komme?

1. Kraft

Muskelmasse zählt für mich zu den wichtigsten Dingen, wenn es darum geht, gesund alt zu werden. Deshalb bleibe ich beim harten Training.

Ich will stärker werden, Muskeln aufbauen und auch später noch einen athletischen Körper behalten.

Der große Unterschied zu früher ist aber: Heute sehe ich Muskeln nicht mehr nur als etwas Optisches. Für mich sind sie eine echte Investition in meine Zukunft.

Grafik zum Muskelabbau ab 30 Jahren im Vergleich mit und ohne Krafttraining
Die Kurve zeigt den Unterschied: Ohne Training sinkt Muskelmasse mit zunehmendem Alter deutlich stärker. Krafttraining ist deshalb kein kurzfristiges Fitness-Tool, sondern langfristige Vorsorge.

Krafttraining sorgt eben nicht nur dafür, dass man besser aussieht. Es hilft auch massiv dabei, länger leistungsfähig zu bleiben.

2. Beweglichkeit

Oft ist es so, dass viele Leute nicht zuerst ihre Kraft einbüßen, sondern ihre Beweglichkeit. Deshalb ist Beweglichkeit inzwischen ein fester Punkt in meinem Training.

Ich möchte mit 80 noch meine Schuhe selbst zubinden können, mich frei bewegen – und nicht irgendwann merken, dass mein Körper mir mehr Grenzen setzt, als er mir Möglichkeiten bietet.

Man merkt oft erst, wie wichtig Beweglichkeit ist, wenn sie schon weg ist. Dabei spielt sie in unzähligen Alltagssituationen eine Rolle.

3. Ausdauer

Ausdauer wird oft unterschätzt. Dabei beeinflusst sie aber so gut wie alles:

  • unsere Energie
  • die Herzgesundheit
  • wie gut wir uns erholen
  • unsere Belastbarkeit
  • die Leistungsfähigkeit im Alltag

Wenn ich mit 80 noch reisen, wandern oder einfach aktiv Zeit mit meiner Familie verbringen will, brauche ich dafür eine solide Grundlagenausdauer.

Infografik über VO2max, Zone 2 Training und den Zusammenhang mit Sterberisiko
VO2max und Zone 2 gehören für mich zusammen: Zone 2 baut die aerobe Basis auf, VO2max beschreibt die maximale Leistungsfähigkeit des Herz-Kreislauf-Systems.

Mein Trainingsansatz für gesundes Altern

Gerade mache ich:

  • dreimal die Woche Ganzkörpertraining mit Fokus auf Kraft und Muskelaufbau
  • zweimal Mobility-Einheiten für Ober- und Unterkörper
  • regelmäßige Ausdauereinheiten

Nicht, weil ich Profisportler werden will, sondern weil ich die körperlichen Fähigkeiten bewahren möchte, die mein zukünftiges Ich einfach brauchen wird.

Würde ich noch mal ganz von vorne anfangen, würde ich nicht nur auf den reinen Muskelaufbau schauen.

Ich würde viel früher anfangen:

  • meine Ausdauer gezielt zu trainieren
  • regelmäßig an meiner Beweglichkeit zu arbeiten
  • langfristige Gesundheit als echtes Trainingsziel zu sehen
  • mehr Wert auf gute Gewohnheiten als auf den perfekten Trainingsplan zu legen

Ein starker Körper ist ja wertvoll. Aber ein starker Körper, der auch in Jahrzehnten noch richtig funktioniert, ist noch viel wertvoller.

Kleine Gewohnheiten mit großer Wirkung

Was für mich wirklich den größten Unterschied gemacht hat, waren nicht etwa komplizierte Trainingspläne. Es waren die kleinen Gewohnheiten.

Diese Mini-Routinen, diese kleinen Bewegungs-Snacks im Alltag.

Ein paar Minuten Beweglichkeit hier, ein kurzer Spaziergang dort, ein paar zusätzliche Schritte, ein paar Minuten Zone-2-Ausdauer.

Für sich allein betrachtet wirken diese Dinge vielleicht unwichtig. Aber über ein Jahr gerechnet, ergeben sie dutzende zusätzliche Stunden an Bewegung. Ohne dass es sich wirklich nach mehr Arbeit anfühlt.

Gerade wenn es ums gesunde Altern geht, sind es oft die kleinen Entscheidungen, die langfristig die größte Wirkung haben.

Häufige Fragen zum gesunden Altern

Wie wichtig ist eigentlich Krafttraining, um gesund alt zu werden?

Krafttraining hilft dabei, Muskelmasse, Kraft und Selbstständigkeit im Alter zu erhalten. Es ist einer der wichtigsten Bausteine, wenn du langfristig fit und beweglich bleiben möchtest.

Was verbirgt sich hinter dem Konzept des Centenarian Decathlon?

Das Centenarian Decathlon ist ein Konzept von Peter Attia. Du überlegst dir konkrete körperliche Fähigkeiten, die du mit 80, 90 oder 100 noch haben möchtest, und trainierst heute gezielt dafür.

Kann man im höheren Alter noch Muskeln aufbauen?

Absolut. Es ist auch dann noch gut möglich, die Muskeln zu trainieren. Regelmäßiges Krafttraining bringt selbst bei älteren Menschen spürbare Fortschritte.

Wie wichtig ist Beweglichkeit, wenn wir älter werden?

Sie hilft uns enorm im Alltag, weil sie Bewegungen leichter macht und so manchen Einschränkungen vorbeugt. Das ist für unsere Lebensqualität entscheidend.

Was bedeutet Ausdauer für gesundes Altern?

Eine gute Ausdauer ist super für unser Herz-Kreislauf-System, macht uns belastbarer und erleichtert viele Dinge, die wir täglich so tun.

Wann fängt man am besten an, für gesundes Altern zu trainieren?

Am besten wäre es, sofort damit zu starten. Je früher wir uns gute Gewohnheiten aneignen, desto mehr profitieren wir davon auf lange Sicht.

Fazit: Was möchtest du mit 80 noch können?

Mir ist klar geworden: Ich trainiere nicht nur, um gut auszusehen, und auch nicht nur, um gesund alt zu werden. Ich trainiere für beides.

Klar möchte ich heute stark sein. Aber ich will auch mit 80 noch Kraft haben.

Letztlich geht es ja nicht darum, möglichst viele Jahre zu leben, sondern darum, möglichst lange ein Leben zu führen, das wirklich lebenswert ist und in dem ich das tun kann, was mir Freude macht.

Vielleicht ist es Zeit, dass du dir diese Frage heute auch stellst.

Nicht irgendwann in der Zukunft, nicht nächstes Jahr. Sondern jetzt.

Dein nächster Schritt

Was möchtest du mit 80 noch alles schaffen können? Schreib dir drei Dinge auf. Denn die Entscheidungen, die wir heute beim Training treffen, bestimmen oft mit, welche Möglichkeiten wir in Jahrzehnten noch haben werden.